Milieuschutzsatzung als Mittel gegen Luxussanierungen und
Gentrifizierung

Steigende Mieten verdrängen die alteingesessene Bevölkerung. Die sogenannte Gentrifizierung betrifft inzwischen nicht nur die Kölner
Innenstadt, sondern auch angrenzende Stadtteile wie Poll. Die SPD befürchtet, dass die geplante Bebauung des Deutzer Hafens diese
Entwicklung noch verschärfen wird und fordert politische Maßnahmen.

Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Porz: „Wir wollen die bestehenden Mieterinnen und Mieter schützen. Es
kann nicht sein, dass die Mieten immer weiter steigen und die Stadtverwaltung tatenlos zuschaut. Deshalb fordern wir, das Veedel unter Schutz zu stellen. Mit einer Milieuschutzsatzung für Poll kann die Stadt Luxussanierungen und Verdrängungen effektiv verhindern. Wir wollen Poll als vielfältiges und lebenswertes Veedel erhalten!“

Lukas Lorenz, SPD-Stadtratskandidat für Poll und Ensen/Westhoven: „Erstaunlich ist, dass die Stadtverwaltung nicht selbst agiert und eine
solche Satzung auf den Weg bringt. Bisher stehen in ganz Köln erst zwei Gebiete unter Schutz, das ist viel zu wenig. Sozialdemokratisch regierte Städte wie etwa München sind da schon wesentlich weiter. Sie setzen das Mittel der sozialen Erhaltungssatzung erfolgreich ein. Anscheinen hat die Verwaltungsführung kein Interesse daran, die Mieten für die Menschen bezahlbar zu halten. Das wollen wir ändern!“

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