Was machst Du und woher kommt Dein politisches Engagement?
Ich bin 61 Jahre alt, lebe in Ensen und vertrete seit 2020 die SPD aus Porz und Poll in der Bezirksvertretung Porz, seit Ende 2025 als Vorsitzende der SPD-Fraktion. Mein politisches Engagement ist tief in meiner Biografie verwurzelt: Ich bin in Köln-Poll aufgewachsen, mein Vater war Sozialdemokrat und Gewerkschafter. Schon früh habe ich erlebt, wie wichtig Zusammenhalt, Solidarität und das Eintreten für die Interessen der Menschen vor Ort sind. Deshalb bin ich bereits 1982 als Schülerin in die SPD eingetreten.

Welche beruflichen Erfahrungen bringst Du in die Politik ein?
Ich bin gelernte Industriekauffrau und arbeite seit meiner Ausbildung in einem Industrie-unternehmen im Kölner Westen. Ende der 1990er-Jahre habe ich berufsbegleitend ein Abendstudium zur Betriebswirtin ab-geschlossen. Seit 2018 engagiere ich mich außerdem im Betriebsrat. Diese Erfahrungen prägen meinen Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge, die Interessen von Beschäftigten und die Bedeutung verlässlicher Entscheidungen.

Was verbindet Dich mit Poll und Ensen/Westhoven?
Sehr viel. Geboren wurde ich in Köln-Kalk, aufgewachsen bin ich in Poll. 2003 bin ich mit meiner Familie nach Ensen gezogen. Poll und Ensen/Westhoven sind für mich Heimat. Ich kenne die Menschen, ihre Anliegen und die Besonderheiten der Stadtteile. Deshalb setze ich mich mit Überzeugung für ihre Interessen ein.

Welche Herausforderungen gibt es aktuell vor Ort?
Ein wichtiges Thema sind fehlende Schulplätze. Zwar wurden auf städtischer Ebene wichtige Beschlüsse gefasst, doch bis diese vor Ort spürbar werden, braucht es Zeit. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass zusätzliche Schulplätze geschaffen werden, das geplante Lehrschwimmbecken in Westhoven realisiert wird und sich die Situation bei den Sporthallen verbessert. Schulen, Vereine und Seniorensportgruppen brauchen verlässliche Sportstätten.

Warum engagierst Du Dich in der Kommunalpolitik?
Weil vor Ort vieles bewegt werden kann. Kommunalpolitik braucht Geduld und einen langen Atem, aber sie wirkt direkt auf das Leben der Menschen. Wenn Verbesserungen für Schulen, Vereine, den Verkehr oder das Wohnumfeld erreicht werden, zeigt sich, dass Engagement etwas bewirken kann. Genau das motiviert mich.

Was liegt Dir besonders am Herzen?
Mir ist wichtig, dass die Menschen in Poll und Ensen/Westhoven gut und gerne leben können. Dazu gehören sichere Radwege, ausreichend Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig müssen wir Grün- und Erholungsflächen schützen, denn sie sind unverzichtbar für Stadtklima und Lebensqualität. Dabei dürfen wir neben den Themen vor Ort auch das Größere drumherum nicht aus dem Blick verlieren.

Wie triffst Du politische Entscheidungen?
Ich halte wenig von vorschnellen Urteilen. Oft gibt es unterschiedliche Interessen und Argumente, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Mir ist wichtig, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und tragfähige Kompromisse zu finden. Politik sollte Lösungen schaffen, die möglichst vielen Menschen gerecht werden und langfristig Bestand haben. Dazu gehört auch, Beschlüsse zu erklären und darauf zu achten, dass sie nicht nur im Aktenordner landen, sondern umgesetzt werden.

Kategorien: Ensen/WesthovenParteiPoll