Bundeswehr veröffentlicht neuen Sachstand

Die SPD in der Bezirksvertretung Porz begrüßt die Entscheidung des Bundes­ministeriums der Verteidigung, die Fläche der ehemaligen Brasseur-Kaserne in Köln-Westhoven aus dem Moratorium für militärische Liegenschaften zu entlassen und wieder für die zivile Konversion freizugeben. Das Bundesverteidigungsministerium veröffentlichte vor kurzem eine Liste, in der die Fläche als endgültig freigegeben gekennzeichnet wurde (vgl. https://www.bmvg.de/de/aktuelles/neue-bundeswehr-standorte-fuer-neuen-wehrdienst-6101802). Damit besteht nach Ansicht der SPD wieder Planungssicherheit für die weitere Entwicklung des Areals.

Im Prozessbericht des Bundesministeriums wird deutlich, dass die Bundeswehr nach eingehender Prüfung festgestellt hat, dass insgesamt 40 ursprünglich unter das Moratorium fallende Liegenschaften – darunter die ehemalige Brasseur-Kaserne – für militärische Zwecke nicht benötigt werden und deshalb wieder für die kommunale Entwicklung freigegeben werden. Dies ist das Ergebnis eines intensiven Prüf- und Abstimmungsprozesses zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die SPD in der Bezirksvertretung Porz öffentlich Zweifel daran geäußert, dass ausgerechnet die ehemalige Brasseur-Kaserne erneut militärisch genutzt werden sollte. Eine Antwort der Stadt zur Anfrage steht noch aus.
Hintergrund war die Aufnahme der Fläche in das Moratorium des Bundes. Die SPD hatte darauf hingewiesen, dass sich auf dem Gelände längst ein Gewerbestandort, umfangreiche Renaturierungsflächen sowie Teile des Naturschutzgebiets Westhovener Aue befinden und deshalb eine militärische Nutzung kaum nachvollziehbar erschien. Gleichzeitig hatte sie von der Stadt Köln Transparenz und eine zügige Klärung eingefordert.

„Die Freigabe der Brasseur-Kaserne ist eine gute Nachricht für Westhoven, Porz und ganz Köln“, erklärt Bettina Jureck, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung. „Nun können die Planungen für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung der Fläche wieder aufgenommen werden. Gerade in einer wachsenden Stadt wie Köln brauchen wir Flächen für Wohnen, soziale Infrastruktur und eine gute Quartiersentwicklung. Die Menschen vor Ort haben zu Recht erwartet, dass schnell Klarheit geschaffen wird. Dass die ehemalige Brasseur-Kaserne nun wieder ausschließlich für die zivile Nutzung zur Verfügung steht, eröffnet neue Chancen für den Kölner Süden. Entscheidend ist jetzt, dass die Stadt die Entwicklungsperspektiven für das Gebiet konsequent weiterverfolgt. Die bereits geschaffenen Gewerbeflächen und vor allem die Renaturierung der Westhovener Aue dürfen durch die zwischenzeitliche Unsicherheit nicht weiter ausgebremst werden.“

Zum zweiten Standort im Stadtbezirk, der militärischen Liegenschaft in Lind liegt noch kein Ergebnis vor, wie SPD-Bezirksvertreter Nils Beuthert mitteilt: „Das Areal wird auf seine Eignung für eine mögliche zukünftiger militärische Nutzung überprüft. Dazu befindet sich der Bund auch im Austausch mit der Kölner Stadtverwaltung. Die Untersuchungen der Bundeswehr sollen Ende 2026 abgeschlossen sein. Ich bin zuversichtlich, dass uns der angefragte Sachstand bald in der Bezirksvertretung mitgeteilt wird.“