Hochhaus am Friesenplatz wird abgelehnt, aber an der
Stadtbezirksgrenze befürwortet.

Nachdem die ehemalige Hauptverwaltung der STRABAG an der Siegburger
Straße abgerissen und durch einen rückwärtigen Neubau ersetzt wurde,
wird darüber hinaus die Neubebauung des direkt an die Siegburger Straße
grenzenden Areals geplant. Die Stadt Köln hat hierzu eine vorhabenbezogene
Bauleitplanung gestartet.

„Uns hat das Vorhaben völlig überrascht. Für uns ist es vollkommen
unverständlich, dass hier komplett ohne Beteiligung der Bürgerinnen in Poll geplant wird. Es ist sehr bedauerlich, dass ein Hochhaus in der Mitte der Innenstadt lange und intensiv diskutiert wird, während es hier am Rande des Stadtbezirks Innenstadt – fast schon in Poll – nicht der Rede wert zu sein scheint“, meint Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Porz. „Deshalb haben wir einen Dringlichkeitsantrag in die Bezirksvertretung eingebracht, welcher eine öffentliche Veranstaltung vor Ort für die Betroffenen fordert und die Bezirksvertretung Porz, analog zum Deutzer Hafen, einbindet.“

„Poll ist über die Siegburger Straße direkt von diesen Planungen betroffen. Regelmäßig staut sich der Autoverkehr im kompletten Stadtteil. Für die Anwohnerinnen ein kaum zu ertragender Zustand mit zusätzlichen
negativen Auswirkungen auf den örtlichen ÖPNV.“ fast Madeleine
Helmrich, Kandidatin für die Bezirksvertretung Porz, die verkehrlichen
Probleme zusammen. „Es wird Zeit, dass die Stadt endlich das schon lange
versprochene Verkehrsgutachten für den Deutzer Hafen veröffentlicht und
damit den Weg für weitere Entwicklungen frei macht.“ Die SPD setzt sich
für den Ausbau von Bus, Bahn und Fahrradwegen, um Menschen
umweltverträglich zur Arbeit zu bringen.“

„Ein weiteres Bürogebäude erhöht weiter den Individualverkehr und wirkt
sich in Form eines bis zu 60m hohen Hochhauses auch negativ für die
Anwohner in den benachbarten Wohngebieten aus. Es steht zu befürchten,
dass durch die Höhe kaum noch Sonnenlicht in die betroffenen Gebiete
fallen wird und zusätzlich ein großer Teil der Privatsphäre verloren geht.“
stellt Lukas Lorenz, örtlicher Ratskandidat fest. „Für uns braucht es daher eine genaue Untersuchung und vor allem eine öffentliche Bürger-
beteiligung, die nicht nur über eine Anzeige stattfindet.“